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TIM

Daumenformeln für Leistungsbedarf

Hier geht es um die grobe Auslegung der Konfiguration
Baby
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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Baby » 15 Mai 2019, 14:14

Moin Tim!

Als UL müsste ich vermutlich die komplette Zulassung neu machen. Selbst ein fertiges, zugelassenes UL kann man ja auch nicht 'einfach so' auflasten.
Als Segelflugzeug setz ich auf die vorhandene Musterzulassung der 'Stihl' K8 auf. Das erscheint mir die einfachere Bürokratie zu sein.
MTOW ist 310 kilo. Damit sollte ich hin kommen. Limitierend wird die Masse der nicht tragenden Teile sein.

Grüße!
Robert

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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Admin » 16 Mai 2019, 11:10

OK, ich verstehe.
Ich denke als UL sollte man auch irgendwie auf eine bestehende Segelflugzulassung aufsetzen können, aber ich selber würde es auch als D-K... zulassen.
Gab es für die K8 tatsächlich eine Musterzulassung mit Stihl-Motor?
Wenn Du sicher bist, dass das Projekt losgeht, so können wir gern in anderer Rubrik einen Thread dazu machen - ist sehr interessant!
Viele Grüße, Tim.
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Baby
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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Baby » 19 Mai 2019, 05:27

Moin Tim!

Nee, lass mal besser erst noch hier stehen. ;-)

Ich hab mal ganz vorsichtig angefragt was die 'etwas besseren' Turbinen so kosten.... da bekomm ich auch einen zertifizierten 912 für.... :shock: :shock: Und das bei einer TBO von nur 25h, wobei die Überholung dann auch jedesmal 800 eu kosten würde.
Der 'Rentnerjet' wird also vermutlich am Geld scheitern. Wenn da nicht ein spendabler Sponsor aufspringt wird das nix.

Ich rechne jetzt mal alternativ ein bisschen mit einem konventionellen Kolbenmotor rum. Brainstorming heißt das, glaub ich... ;-)
Vielleicht sogar als hybrides Wirkungsgradgrab mit einem flachen Elektromotor vorne und dem Verbrenner mit Generator hinten im Rumpf. Vor den Füßen ist halt nicht viel Platz. Rein elektrisch ist keine Alternative, denk ich. Da werden die Akkus wohl zu schwer und zu teuer.
Na mal sehn. Aufgeben tu ich das erstmal noch nicht.

Gerätekennblatt für die Stihl K8 ist übrigens die 670.

Grüße!
Robert

Siggi
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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Siggi » 19 Mai 2019, 10:07

Hallo Robert,

prima Deine Idee die Ka8 mit einem E-Antrieb zum Selbststarter zu machen.
Ggf. kannst die bei Michael Oswald ( http://lowandslow.foxflieger.de/phpBB3/ ... 920#p35920 ) Anleihen machen?

Servus: Siggi

Dick M.
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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Dick M. » 20 Mai 2019, 08:26

Baby hat geschrieben:
19 Mai 2019, 05:27
Vielleicht sogar als hybrides Wirkungsgradgrab mit einem flachen Elektromotor vorne und dem Verbrenner mit Generator hinten im Rumpf.
Interessante Idee. Stichwort "range extender"! Warum nicht mit "genügend" Batteriekapazität fürs Anlassen des Verbrennungsmotors und - mit dessen Leistung zusammen dann - dem Start und Steigflug?

Und zwar so, dass der Verbrenner und Generator auf eine "Stromlieferung" ausgelegt werden, die nach Thermikende nur gerade für etwas mehr als den Geradeausflug fürs Heimfliegen ausreicht.

Vielleicht hilft Dir Paul Robertson von der Uni Cambridge weiter: https://www.cam.ac.uk/research/news/wat ... d-electric . Der forscht schon seit einiger Zeit an solchen Kombinationen.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, könnte man sich in diesem Zusammenhang ja auch mit sowas auseinandersetzten: https://jakadofsky.com/index1.php?bereichID=11&lang=de ;.)

Wie auch immer. Viel Vergnügen
Dick

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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Admin » 20 Mai 2019, 10:20

Baby hat geschrieben:
19 Mai 2019, 05:27
...
Nee, lass mal besser erst noch hier stehen. ;-)
...
Ich rechne jetzt mal alternativ ein bisschen mit einem konventionellen Kolbenmotor rum. Brainstorming heißt das, glaub ich... ;-)
Vielleicht sogar als hybrides Wirkungsgradgrab mit einem flachen Elektromotor vorne und dem Verbrenner mit Generator hinten im Rumpf. Vor den Füßen ist halt nicht viel Platz. Rein elektrisch ist keine Alternative, denk ich. Da werden die Akkus wohl zu schwer und zu teuer.
Na mal sehn. Aufgeben tu ich das erstmal noch nicht.
...
Grüße!
Robert
Ich würde diesen Teil eh hier stehen lassen, aber wenn es als echtes Projekt startet wäre es toll das hier in entsprechender Rubrik zu verfolgen!

Ist ja auch mit jeder anderen Motorisierung sehr interessant.

Also, wenn Dir eine halbe stunde Elektroantrieb mit 35PS Startleistung (30PS Dauer) reichen, dann kommst Du mit ca. 50kg und 12.000 Euro netto aus. Ist aber beides recht viel für eine K8.

Aufgeben macht man nicht - höchstens mal träumen bis das Leben zu Ende ist... ;-)
Viele Grüße, Tim.
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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Baby » 27 Mai 2019, 14:16

Moin Jungs!

Danke für den Input!!

Das geile an der Düse wäre halt das ich mit vielleicht 7 bis 8kg Systemgewicht und recht kleiner Stirnfläche locker um die 50 'Kilo' Schub hin bekomme. Da brauch ich mir auch keine Gedanken zu dicken Starterbatterien oder zum Einfahren oder Wegklappen der Turbine machen. Den Luftwiderstand kompensier ich im Segelflug durch langsames fliegen. Rentner-Jet halt! ;-) Der hohe Verbrauch ist dann eben so, und große Tanks bring ich notfalls auch in den Flächen unter.

Die Grundidee war eigentlich, die ganzen K8ten, die mittlerweile überall so ungeliebt rumstehen, für überschaubares Geld wieder attraktiv zu machen. Das scheint so einfach aber nicht brauchbar zu funktionieren. Schade eigentlich. Aber das Konzept steht, und beim nächsten Lottogewinn... ;-)

Dummerweise hab ich da noch ein paar andere angefangene Projekte in der Werkstatt stehen die auch finanziert werden wollen. Da muss der Jet jetzt erst mal hinten an stehen.
...und K8 fliegt ja auch ohne Motor ganz prima!!

Ich halt euch auf dem Laufenden!
Robert

jes
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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von jes » 02 Sep 2019, 07:44

Also
den Link kennst Du aber

http://claudel.dopp.free.fr/Les_planeur ... r_Ka-8.htm

Wenn ich das richtig verstehe, dann hatte die Turbinenversion 310N Schub und erreichte damit 1,5m/s Steigen. Ob das für den Eigenstart reicht, müßte man ausprobieren. Am einfachsten mal eine KA-8 an ein Seil hängen und eine Zugwage dazwischen und schauen, welche Kraft es braucht bis sie losrollt. I.d.R ist das Losbrechen kritisch, weniger dann das Rollen selbst. Wenn das mehr als 310N sind, wird das so nix.

Bei den kolbenschüttler- bzw. Wankelmotorvarianten sehe ich den Propellerwirkugsgrad im keller. Das sind alles Direkttriebler. Aber auch hier, der Stihlmotor mit 6,5PS schafft den Horizontalflug ohne Höhenverlust, der Wankel mit 10PS schon mal 0,5 m/s Steigen. Da könnte man zurückrechnen.

M.W. gibt es aber auch einen Plastikbomber (GFK-Segelflugzeug), welches mit einer Turbine ausgerüstet ist als Eigenstarter. Welche Turbine ist denn da verbaut?

Siggi
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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Siggi » 09 Sep 2019, 14:09

Hallo jes,
M.W. gibt es aber auch einen Plastikbomber (GFK-Segelflugzeug), welches mit einer Turbine ausgerüstet ist als Eigenstarter. Welche Turbine ist denn da verbaut?
Beispiele bei LTB Eichelsdörfer Bamberg: http://www.psr-jet-system.com/___020_co ... xhtml.html

Servus: Siggi

Baby
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Re: Daumenformeln für Leistungsbedarf

Beitrag von Baby » 04 Okt 2019, 12:12

Moin Jungs!

Ein bisschen mit Verzögerung, hatte viel um die Öhren, endlich eine Antwort.

Die Düsen K8 aus Frankreich hat mit 310 N Schub einen Eigenstart hingelegt. https://minijets.org/fr/0-100/kingtech-k310g/as-k8j So wirklich überzeugt hat mich das aber irgendwie nicht. Aus unserem Platz käme ich damit nicht raus. ;-)

Grob überschlagen braucht eine K8 mit 310 kilo Abflugmasse etwa 2,5 kW Schwebeleistung bei 75 km/h. Bei 100 km/h sind es schon 3,6 kW.
Bei Gleitzahl 25 und bestem Gleiten hab ich einen Widerstand von nur 122N. Mehr Schub brauchts dann 'eigentlich' nicht um den Vogel in der Luft zu halten... ;)
Wenn ich eine Düse mit 550N einbaue komme ich auf ein Steigen von knapp 3 m/s bei 75 km/h. Damit sollte ein sicherer Eigenstart möglich sein.

Wenn ich mal zu Geld kommen sollte..... geh ich das mal experimentell an!!

Grüße!
Robert

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